The Heart of the Alps

Wenn der Alltag einem einholt, selbst das Laufen zur langweiligen Routine verkommt.

Es wird Zeit für ein neues Abenteuer. Eine neue Challenge. Aufregung. Angst. Nervosität. Vorfreude.

5174_20190504_030102_153492397_original.JPG

Nach dem 65km vor zwei Jahren soll nun dieses Jahr der 85km „Heart of the Alps“ folgen.

5174_20190504_080440_153482099_original.JPG

Der Wecker klingelt kurz vor 3 Uhr. Gut vorbereitet geht es diesmal an der Innsbrucker Party Nacht vorbei Richtung Start. Die einen gehen volltrunken Heim ins Bett, die anderen treten zum Doppelmarathon bei Nieselregen in den Alpen an.

img_20190503_144308.jpg

Nach einem kurzen Equipmentcheck geht es pünktlich um 4 Uhr los. Die einzelnen verwirrten Partygäste lassen wir schnell hinter uns und tauchen tief in die dunklen Innsbrucker Berghänge ein. Die Nacht macht den Lauf für mich besonders außergewöhnlich. Trotz rund 200 Startern kratzeln wir in Stille auf Nebelbänken die Berge hoch. Der Fokus liegt auf Wurzelwerk und Lichtkegel vor mir. Fehler sollten so früh im Rennen nicht passieren. Lediglich die Kontaktlinse wurde ein Mal gekonnt nach dem Herausfallen mit der Hand aufgefangen. Nochmal Glück gehabt.

5174_20190504_155212_153485645_original.JPG

Das Licht kommt knappe zwei Stunden später und offenbart einen schönen Blick auf Innsbruck herunter.

iatf-hohenprofil-k85.jpg

Ich fühle mich gut und rolle das Feld wie gewohnt ein wenig von der Mitte auf. Die erstmals genutzten Stöcke erwiesen sich dabei als absolute Traumunterstützung, die ich in zukünftigen Gebirgsläufen definitv nicht missen werde.

5174_20190504_115900_153499031_original.JPG

Auch die Ernährung hat diesmal perfekt gepasst. Wasser, Apfelschorle, Fruchtriegel, etwas Salz. Später dann noch etwas Guarana aus dem Drop Off Bag. Das Wetter war schlecht, aber nicht so schlecht wie vorhergesagt. Wenig Nieselregen bei perfektem Laufwetter. Somit war bei der Verpflegung oft weniger = mehr.

5174_20190504_115837_153492697_original.JPG

Den Low Point erreichte ich bei Kilometer 70. Einmal mental wegen Höhenmeter, die ich irgendwie nicht auf dem Zettel hatte. Und etwas wegen Dehydrierung. Die man an einigen Quellbächen trotz diverser Verpflegungsstationen aber auch wieder wett machen konnte.

Am Ende waren es 10 3/4 Stunden. Auch wenn es eine Zeit über meinen Vorstellungen gewesen ist, war es ein perfekter Lauf für mich. Vieles Richtig gemacht und einiges gelernt für die Zukunft. So muss es sein.

In diesem Sinne: Frohes Laufen!

5174_20190504_134530_153490791_original.JPG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s