Ein Plädoyer für mehr Langeweile

Der Terminkalender ist bis oben hin voll. Jede freie Minute wird durchgetacktet. Schließlich lebt man nur einmal. Und wie man auch heute noch hört: Zeit ist gewöhnlich Geld.

Mit der Digitalisierung geben wir immer weiter Tätigkeiten den maschinellen Algorythmen ab. Das ist gut so.
Wir kommen von einem 16 Stunden Tag mit Kampf um das tägliche Essen auf dem Teller über die Hardcore-Kapitalisten, für die der Bonus das neue Heroin ist, bis hin zu den Verträumten Bio-Veganern mit Glutenschwäche.

Fakt ist, dass die Produktivität weiter steigt, welche die Arbeitswelt radikal verändert.
Vom „9 til 5“ Job werden Arbeitskräfte immer stärker Flexibilität und Umdenken zeigen müssen.

Die Arbeitszeit sinkt weiter. Über Finanztransaktionssteuer, Grundeinkommen oder CO2-Steuer werden Maschinen für Ihre Arbeit besteuert, um die Allgemeinheit zu finanzieren und vor dem Durchdrehen zu bewahren.

Ich schweife ab. Zeit: Die werden wir mehr davon haben. Doch wie geben wir Zeit aus bzw. wie gehen wir mit der Zeit um?

Werden wir vom Hamsterrad-Menschen zum Konsum-Tier, das sich von Bildschirm zu Bildschirm hangelt?
Die Daten legen dies aktuellen Prognosen nahe: Mittlerweile verbringen wir durchschnittlich 22 Stunden in der Woche Zeit mit unserem Smartphone.
Die durchschnittliche Zeit mit dem Partner/in habe ich leider nicht rausgefunden. Vermutlich weniger. Aber das ist ja dann doch ziemlich viel Zeit. Oder?

Ich laufe 10 Stunden durch die Berge. Ohne Musik. Ohne Mitläufer.

Zeit zum Reflektieren. Zeit für Pläne. Zeit zum Langweilen.

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